Nilaveli (6)
Dies ist der letzte Teil userer Nilaveli-Tage oder wie Bands, die wie wir lange auf Tour sind, sagen: unseres Nilaveli-Legs.
Morgen beginnt so langsam die Fahrt nach Westen. Erst geht es mit dem Tuk-Tuk nach Trincomalee, von dort mit der Bahn nach Habarana und von dort mit Bussen über Dambulle nach Kandy. Insgesamt werden wir sieben bis acht Stunden unterwegs sein, wenn alles klappt. Eventuell wird das also der doofste Tag des Urlaubs werden.
Vorher werden wir aber nochmal in den Ozean springen, denn - wie heißt es so schön - "Indik is nur einmal im Jahr."
Und worauf wir uns hier verlassen können: vormittags scheint hier zuverlässig die Sonne.
Nachmittags zieht es allerdings immer zu und manchmal knallt dann ein Regen aus den Wolken, für den das Wort "Niederschlag " irgendwann mal erdacht wurde. Dieser Regen schlägt tatsächlich alles nieder. Unsere Cabana ist jedenfalls wieder mal halb abgesoffen.
Ist uns aber egal, morgen Mittag reisen wir ab.
Die letzten Tage hier haben wir halt auch verbracht wie die räudigsten Touristen:
Frühstück um 9:00, dann Gammeln am Strand. Um 13:30 Lunch in einer der Beach-Bars. Dann Gammeln am Strand. Dann Niederschlag. Dabei erst noch lachend im Ozean stehen und schließlich panisch in die suppenden Cabanas rennen. Danach Abendessen - wieder in einer der Strandbars. Nichts, was man gerne erzählt, wenn mal jemand fragt, wie der Sri-Lanka-Urlaub denn so war.
Deshalb sitzen wir ja morgen auch wieder den ganzen Tag in baufälligen Fahrzeugen und fräsen uns ins Zentrum der Insel.
In Kandy wird groß gefeiert ab morgen: Perahera heißt das Spektakel, das wahrscheinlich so ähnlich sein wird wie der Karneval der Kulturen, den wir schon in Ella sehen durften.
Wir sind jedenfalls bereit für einen letzten Hauch Kultur. Ellas Finger haben sich nach unrealistisch langen "Wasserzeiten" hier in Nilaveli jedenfalls schon oberflächlich verändert. Zeit, mal wieder den Ort zu wechseln.
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