Nilaveli (2)

Wer wie wir nur so eine halbfeste Unterkunft hat, erlebt das Wetter gleich doppelt so intensiv wie die Feiglinge in den Steinhäusern.
In der Hütte der Eltern konnte man jedenfalls irgendwann das Phänomen "kotzende Dusche" erleben. Irgendwann nämlich gab unsere liebe Dusche angesichts der enormen Wassermassen, die aus allen Richtungen auf das arme Gerät einwirkten  nach und ließ einfach alles schwallartig raus. Danach ging's ihr besser.
In der Nebenhütte, bewohnt von unseren Kindern, hieß es - eventuell leicht dramatisiert - dass der Regen ungebremst auf die unschuldig im Bette liegenden Körper eingeschlagen hätte.
Um 19 Uhr Ortszeit war dann aber zumindest das mit dem Regen vorbei. An der Küste konnten wir aber im 360°-Panorama alle Blitze Asiens sehen. Und die kamen im 5-Sekundentakt. Besser als Kino.
Später hatte noch ein Gecko ein paar Schwierigkeiten bei seiner Kernkompetenz, dem Haften an Wänden und Decken. Er fiel jedenfalls einfach so herunter, mitten auf den Rücken des Vaters.
Dieser erschrak ob des Einschlags und hoffte, dass es sich um irgendetwas Mineralisches handeln würde.
Die Kinder wussten zwar nicht zu helfen, wohl aber zu beruhigen: "Papa, es ist bloß ein Gecko."
"Macht ihn weg!"
"Geht nicht."
"Aha."
"Er krabbelt jetzt runter in Richtung deiner Hose."
"MACHT IHN WEG!"
Der Gecko sprang dann an der Kreuzung Hose/Freiheit zum Glück selbstständig in Richtung Freiheit.
Heute hatten wir einen ruhigen und bislang sonnigen Tag in Nilaveli. Passiert ist außerordentlich wenig. Eventuell kommt gleich aber wieder ein Gewitter.
Morgen will eine Person von uns zum Dolphin- und Whale-Whatching in einer schaukelnden Nussschale auf den Ozean fahren.
Den drei anderen ist das entweder zu früh, zu schaukelig oder zu weit draußen auf dem Meer.

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