Kandy

Der Nilaveli-Sand fällt so langsam von uns ab. Wir sind jetzt wieder statt von öden Strandurlaubs-Familien von coolen Backpackern umgeben und wurden - es ist ja unser zweiter Besuch Kandys - hier direkt wiedererkannt.
Plötzlich stand jedenfalls ein Sri-Lanker glücklich vor uns und sagte, dass er uns kenne. Er war wohl irgendwie in unserem Hotel vor zwei Wochen beschäftigt, wir konnten ihm inhaltlich nicht so ganz folgen. Schnell wechselte er auch das Thema. Er wollte uns in irgendeinen Laden ziehen und uns dort indische Fußball-Trikots zeigen. Was man halt so macht, wenn man Bekannte trifft.
Aber Recht hat der wackere Mann: nach einem Kassensturz am Morgen saßen die Rupien bei uns nämlich heute locker. Ohnehin hieß das große Tagesziel "Shopping".
Und was shoppt man hier? Unsere Wunschliste nach fast drei Wochen auf der Insel sah wie folgt aus und wurde binnen eines Vormittags für einen Gegenwert von insgesamt 4 Euro erstanden:
4 Küchenreiben der cleveren Art
2 Löffel aus Kokosnuss
1 Limettenpresse
Dafür haben wir uns im Gegenzug vermutlich vom Gewürz-Typen über den Tisch ziehen lassen und ob das andere Zeug,  das wir hier kauften, wirklich so ein "very special price" war, weil es "morning on the market" sei und alle deshalb gut drauf wären, sei mal dahingestellt.
Vor allem die Sportklamotten sehen hier täuschend echt aus, aber die Adidas-Hose des Vaters für etwa 4,50€ (4XL, aber sehr sehr klein ausfallend) ist nach einer Woche im Indischen Ozean tatsächlich schon wieder auseinander gefallen. Also ist eventuell doch Zurückhaltung beim Shoppen angesagt.
Zum Preisniveau vielleicht noch das: Für 12 Euro haben wir vier heute so gigantische Portionen Kottu und Curry im Café bekommen, dass wir davon hätten zwei- oder dreimal satt werden können.
So - jetzt ist's Abend und in Kandy wird ab heute zehn Tage lang Buddhas Zahn gefeiert. Das Fest heißt Perahera und ist nichts Geringeres als das höchste buddhistische Fest hier auf der Insel. Die Dachterrasse unseres auch sonst tollen Hotels thront direkt über der Umzugsroute. 
Wir haben so etwas in Ella ja schon erlebt, aber hier ist alles etwas größer. Alle 100 Meter latscht ein geschmückter Elefant durch die Straßen, dazwischen immer viel Getrommel und Gehüpfe.
Allein die erste Stunde sei dem Zahn gewidmet. Ob irgendwer da unten aber tatsächlich Buddhas Zahn dabei hatte, können wir nicht sagen. Nun ist so ein Zahn ja auch recht klein. Buddhas Hüfte oder Oberschenkelknochen hätten wir von unserer Dachterrasse eventuell erkannt. Aber seinen Zahn..? Egal - es war ein schöner Umzug. 

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