Udawalawe - Ella

Ja, die Stadt heißt wirklich so wie unsere Ella, spricht sich aber eher "Elläh" aus und heißt übersetzt übrigens "Wasserfall".
An so einem kamen wir dann auch vorbei auf der Hinfahrt im Van mitten in den Serpentinen des Hochlandes von Sri Lanka, das in den nächsten Tagen unsere Heimat ist.
Vorbei ist's mir den lustigen Tieren aus dem Regenwald und dem Nationalpark - dachten wir. Doch dann:
Auf der Hinfahrt haben wir schon wieder Elefanten, Wasserbüffel, Kühe und Affen am Wegesrand gesehen.
Vor allem am Wasserfall war affentechnisch ordentlich was geboten, aber auch viele Menschen aus allen Regionen des Planeten bestaunten den "Ella" und die dort plakatierte Zahl 36, die den derzeitigen Stand der Todesopfer unter den vom Wasserfall eventuell zu sehr Begeisterten angab.
Eventuell wirkt dieser Blog ja phasenweise etwas paranoid, aber wir müssen leider beim Thema "Todesfälle" bleiben: 
Die werden nämlich auch an der berühmten Seven-Arches-Bridge gezählt: 240 waren es zwischen 2011 und 2018, die meisten davon seien angeblich ertrunken.
Selbstverständlich gingen wir nach einem Mittagsschläfchen dorthin. Irgendwann sollte sogar ein Zug über diese Brücke fahren. 
Als wir dann an der Brücke waren, fragten wir uns schon, wie man hier bitteschön ertrinken kann. Die Brücke ragt 24 Meter über eine Schlucht und zu ertrinken scheint dort ähnlich wahrscheinlich wie während des Sturzes herunter zu verhungern. 
Schließlich kam der Zug, der das Ambiente mit seinem bloßen Zug-Sein nicht so recht aufwerten konnte. Denn es war nicht der erhoffte pittoreske Zug, aus dem aus allen Türen Menschen quellen, sondern eher Model "Osteuropa". 
In Ella muss zurzeit irgendein gigantisches Fest laufen. 
Die zahlreichen Touristen treffen hier jedenfalls auf eine Bevölkerung, die komplett in buddhistischer Feierlaune ist.
Seit Stunden dröhnen durch die Lautsprecher auf den Straßen in ohrenbetäubender Lautstärke wahlweise singhalesische Ansagen oder Gesänge. Die Straßen sind abgesperrt und geschmückt.
Frauen laufen als Pferde verkleidet, Kinder als Pfauen verkleidet und Elefanten als sie selbst hier irgendwie schon durch die Nebenstraßen. Wir warten mal ab, was hier gleich passiert.
Familie Breitarsch aus Deutschland sitzt natürlich in der ersten Reihe vom Restaurant, direkt an der abgesperrten Party-Meile.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dambulla - Habarana

Nilaveli (2)