Gampola - Kandy

Der Regen des Hochlandes hat heute Morgen für unseren Ausflug auf den Ambuluwawa-Turm glücklicherweise pausiert. Die 250 Höhenmeter dorthin wollten wir mit zwei Tuk-Tuks bewältigen, doch dann war da nur eins. Das sei aber eigentlich relativ egal, versuchte man uns zu erläutern und schon saß die gesamte Familie auf der Rückbank des einen Tuk-Tuks. Das klappte letztlich auch nur, indem die Mutter zunächst ihre Rotte platzierte und sich dann per Hechtsprung darüber warf, billigend in Kauf nehmend, dass von nun an diverse mütterliche Körperteile aus verschiedenen Öffnungen des Tuk-Tuks heraus ragten. 
Diese Anordnung gefiel dann am Ende sogar dem Fahrer nicht sonderlich gut. Deshalb bat er uns um einen "Boy", den wir ihm dann ohne weitere Rücksprache nach vorne schickten.
Oscar klammerte sich also nun vorne am Fahrersitz so halb um alles, was er greifen konnte, aber nicht direkt zum Fahrer gehörte. Auf halber Strecke kam dann aber wie von Geisterhand ein zweites Tuk-Tuk herbeiorganisiert, sodass Oscar seine durchaus unwürdige Position verlassen konnte.
Der Turm selbst war natürlich unfassbar. Wir schlängelten uns erst innen, dann außen nach oben. Die Stufen waren teilweise geschätzt nur 25cm breit. Fünf Stufen vor der Spitze standen vor uns zwei Sri-Lanker und hinter uns fünf Franzosen. Irgendwie haben wir uns arrangiert.
Mittags verließen wir Gampola, das außer für den Turm noch dafür bekannt sein dürfte, sämtliche Farben- und Lackgeschäfte der Insel zu beherbergen, in Richtung Kandy.
Kandy ist die zweitgrößte Stadt des Landes und alleine deshalb natürlich chaotisch. Aber wir haben spontan ein tolles Hotel buchen können und fühlen uns hier pudelwohl. 
"Ja gut, aber wo bleibt der Mango-Running-Gag?", fragt da jemand. 
Hier: wir verließen das Hotel in Richtung der beiden Heiligtümer Tempel und Liquor-Store. Die Mango weilte unterdessen in einer (zugegeben: nicht hundertprozentig verschlossenen) Brotbox im Hotlelzimmer. Als wir wiederkamen, fanden wir das Zimmer jedoch in leichter Unordnung vor.
Die Pässe und alls andere wichtige Zeug waren noch da, aber die Brotdose war geöffnet und die Mango weg. Auf dem Balkon (wir befinden uns im dritten Stock) entdeckten wir dann Überreste der Mango und auch einzelne Keks-Splitter, die einer zuvor verschlossenen Kekspackung entstammten. Wir tippten spontan auf die Dschungel-Krähen, die laut Internet 47cm groß werden und hier im Stadtbild tatsächlich sehr dominant sind. Die Antwort lieferte aber ein Hotel-Angestellter: "A Monkey - you left the door open". 
Man entschuldigte sich bei uns ("Wer? Der Affe?", fragte Ella - "Nein. Der Hotel-Typ") und schenkte uns zum Trost eine Rambutan, so eine Art durchgeknallte Litschi.
War das jetzt der Tageshöhepunkt? Um Gottes Willen, nein!
Da war ja noch der Tempel. In dem liegt irgendwie Buddhas Zahn rum und dies und das. Alles nicht ganz so entscheidend für den weiteren Verlauf des Lebens, aber dann musste Ella mal wieder aufs Klo. Und aufmerksame Blog-Leser wissen, dass immer spannende Dinge passieren, wenn Ella aufs Klo muss.
Diesmal entdeckten wir, dass unmittelbar neben der Toilette ein Elefant gebadet wurde.
Als wir uns das genauer ansehen wollten, winkten uns die Elefanten-Wärter ins Wasser.
Mit Kokosnuss-Schalen durften wir Wasser schöpfen und das riesige Tier waschen. 
Reicht jetzt an Erlebnissen für einen Tag, oder?

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