Ella (2)
Es kehrt ein wenig Ruhe ein auf unserem bislang recht gut durchgetakteten Trip durch Sri Lanka.
Zwischen gestern und nächsten Freitag hatte die Chefin keinerlei Unterkünfte vorreserviert. Es regiert nun also das Motto "Mal sehen..."
Die erste Spontanbuchung war dann eine neue Bleibe hier in Ella, wo wir also noch eine dritte Nacht, diesmal schön kuschelig zu viert in einem Raum, verbringen werden.
Morgen aber verlassen wir dieses quirlige Örtchen und werden mit dem Zug gemächlich und bei wohl unfassbar toller Aussucht in Richtung Kandy fahren.
Wo wir aussteigen - ob in der Kolonialstadt Nuwara Eliya oder an diesem unfassbaren Turm, der so aussieht wie der "Unendlichen Geschichte" entsprungen oder tatsächlich erst nach sechs Stunden in Kandy, wissen wir noch nicht.
Heute früh stand der Besuch einer Teeplantage samt Teefabrik auf dem Programm. Wir stapften durch Teepflanzen und wurden dann durch die Fabrik geführt, in der wackere Arbeiter an teilweise 90 Jahre alten Maschinen die Teeblätter erst befeuchteten, dann trockneten und schließlich malmten. Es duftete nach: Tee.
Später gingen wir noch in einen Tempel. Weiß gekleidete Kinder wuselten dort zunächst umher, dann läutete eine Glocke und fünf Minuten später war der Tempel leer. Barfuß und auch die anderen Regeln beachtend (keine nackten weiblichen Beine, keine Fotos von Menschen vor Buddha, es sei denn, diese sehen Buddha an), gingen wir durch den quietschbunten Raum.
Am Abend dann der große Abschluss-Knaller in Ella. Wir durften in der "Mango Cookery Class" unter Anleitung sri-lankisch kochen und essen. Allerdings nicht etwa das von zumindest Ella heiß herbeigesehnte Mango-Curry, sondern viele andere (mangofreie) Currys.
Die fehlende Mango entwickelt sich hier eh gerade ein wenig zum Running-Gag. Eine an einem Stand erspähte und schließlich erworbene Mango entpuppte sich als blöde Avocado - ein mittags am Restaurant angepriesenes Mango-Curry gab es dann doch nicht.
Die fehlende Mango entwickelt sich hier eh gerade ein wenig zum Running-Gag. Eine an einem Stand erspähte und schließlich erworbene Mango entpuppte sich als blöde Avocado - ein mittags am Restaurant angepriesenes Mango-Curry gab es dann doch nicht.
Der Koch-Kurs, gemeinsam mit einem Pärchen aus Mailand, war super. Wir durften schnibbeln und würzen und kneten und schließlich essen.
Nicht inklusive war da übrigens die Toilette. Als Ella diese fehlende Toilette jedoch dennoch aufsuchen wollte, brach bei unseren Koch-Coaches kurz ein wenig Ratlosigkeit aus. Es wurde telefoniert und schließlich landete Ella bei Nachbarns auf dem Privatklo. Etwas verstört kam sie zurück. Das Klo befand sich nämlich im Zimmer eines bis dahin gemütlich herumliegenden Menschen. Dieser stand aber auf, verließ artig sein Zimmer und ließ unsere Tochter aufs Klo. Sachen gibt's.
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